in Theorie

In Social-Media Debatten ist der Vorwurf der Dummheit des_der anderen sehr schnell getätigt. Ebenso ist das Geständnis der eigenen Dummheit eine gute Abwehrstrategie, bei der sich durch die absolute Selbsterniedrigung vielleicht doch noch die eigene Schuld abwenden lässt.

Auf Twitter postete dann eine diesen Artikel zum falschen Verständnis von Dummheit: „Dummheit – Eine nützliche Tradition im Dienste der Demokratie“. Ein Mangel an Intelligenz wird zumeist als Dummheit bezeichnet. Im Artikel allerdings wird Dummheit „eigentlich“ definiert: Dummheit sei demnach Intelligenz, die allein auf maximale Anpassung an die herrschenden und unterdrückenden Verhältnisse abzielt. Der Vorwurf der Dummheit wird als Vorwurf mangelnder Nützlichkeit des Denkens gefasst: Du bist eben zu dumm, dir etwas nützliches oder realistisches auszudenken.

Dazu kommt Kritik am Wissenschaftsbetrieb und den Urteilen einer geistigen Elite. Die Archiv-Website der Marxistischen Streit- und Zeitschrift ist sehr unansehlich und der Artikel durchaus lang, aber für ein paar ruhige Minuten nach dem ersten Kaffee durchaus passend. Das Wettern über die volkstümlichen Weisheiten wie „der Mensch ist der Mensch ein Wolf“ lässt schmunzeln.

Kommentiere!

Kommentar