in Gekritzel, Politik

Once again: Thema Verhüllung – 4 Artikel

Die öffentliche Debatte um die Verhüllung von Frauen* als kulturelle sowie religiöse Praxis wurde in den letzten Tagen wieder einmal verstärkt geführt. Das liegt zum einen an einer offiziellen Weisung der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich, in der die Verhüllung klar als religiöses Gebot festgelegt wird, und andererseits an dem geplanten Verbot der Verhüllung bei Angestellten im öffentlichen Dienst.

Im Standard gab es hierzu vier Artikel, die ich relativ kommentarlos und vor allem für mich sammeln will. Die Problematik um die Verhüllung ergibt sich für mich durch die Schnittstelle von Kleidung zwischen ideologischen Statement und bloßem Style. Zudem ist es scheinbar herausfordernd, Frauen* in Bezug auf ihre Kleidung nicht zu bevormunden und andererseits die Verhüllung von Frauen*körpern als religiöses Gebot nicht als Zeichen von Befreiung abzufeiern.

Das geplante Verbot für den öffentlichen Dienst scheint mir populistischer Aktivismus, denn andere religiöse Symbole wie Kreuze und das Gewand von Nonnen sollen ja auch nicht aus dem Bildungsbereich verschwinden. Und eine Modernisierung von Glaubens- und Lebensweisen lässt sich durch eine staatliche Vorschrift wohl kaum vorantreiben.

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Grundsätzlich finde ich Kleidungsvorschriften abzulehnen und wenn diese eine offizielle Weisung darstellen, so wirkt sich das auf alle negativ aus: Manche Frauen* gehen plötzlich mit einem Statement konform, dessen Stimme sie vielleicht ablehnen. Und diejenigen, welche die Weisung ignorieren, geraten natürlich in Argumentationszwang.

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