in Erlebtes

Ja treffen wir uns in einer Stunde an der Elbphilharmonie. Er will da rauf gehen, ist ja als Tourist da. Ach magst du auch. Cool, wir kommen in so einer Stunde nach. Müssen noch duschen und einkaufen. Er hat zwar schon etwas richtiges an, aber Valerian läuft noch in Boxershorts. Dafür duscht er schnell, obwohl der Wasserdruck sehr niedrig ist und es zwei Knäufe gibt, mit denen man nach einer komplizierten Formel warmes Wasser erzeugen kann. Während Valerian duscht, scrollt Er noch Facebook. Es gibt immer noch einen Klick mehr zu tun, weshalb Valerian schon angezogen noch eine raucht. Er dreht noch 2 Kippen, eine davon ist sogar schön.

Hasten zum Edeka an der Station Holstenstraße. Sie nehmen keinen Einkaufswagen, dafür 2 Sackerl, die sogleich viel zu voll sind. Ihm wäre der Discounter lieber gewesen, aber hier gibt es zumindest Mate und Tomaten, die hoffentlich nicht nach Seife schmecken. Die Musik im Supermarkt ist wirklich grauenvoll, irgendein Song zum Abgehen in der Disse.

Hey, wir könnten Weißwurstfrühstück machen. Natürlich sind die Weißwürste in Hamburg ausverkauft. Morgen Früh dann.

An der Kassa springt Er in Gedanken nervös hin und her, gleich muss einer von ihnen zahlen und er legt lieber Geld nachträglich dazu. Valerien zahlt mit Karte.

2 Stunden später dann an der Station Baumwall. Bei den Treppen mit Blick auf die Elbe warten Christian und Hannah, sie haben gerade geraucht und sind gespannt auf Ihn, denn Er war schon mal zu Besuch. Ach, nicht der mit der Brille. Er kennt Hannah noch nicht, Christian schon. Begrüßung ah das sind die Boys. Valerien und Christian plaudern und laufen drauf los, Er und Hannah mal davor und dahinter. Es erscheint ihnen lächerlich, sich nun tatsächlich die Elphilharmonie und die kostenlos zu besuchende Aussichtsplattform, die Terrasse, anzusehen. Aber Er ist ja also Tourist da.

Der Eintritt ist frei aber du brauchst ein Billett. Natürlich gibt es eine Schlange. Und bestimmt 20 Schranken, an denen du dein Ticket dann scannen kannst. Wir kaufen 4 gratis Tickets und der Schrecken ist groß: Eintritt zur Terrasse erst in einer Stunde. Hannah und Christian frieren aber schon und haben sogar schon geraucht. Der Bereich Hafen City besteht zudem nur aus Neubauten und teuren Lokalen, die nie wirklich in Schwung gekommen sind. Auf einem Platz mit verrosteten Basketballkorb gibt es eine Schanzenbäckerei, die uns zwischenzeitlich mit schlechten Gebäck und noch schlechteren Kaffee zu einem unverschämt günstigen Preis versorgt. Es fühlt sich an wie Tagesausflug mit der Oma. Hannah muss schon wieder in die Arbeit, eh schon zu spät, der Mann hinter der Theke ist lustig.

Die geschwungene Rolltreppe zur Terrasse kosten sie ironisch aus, auf der Aussichtsplattform machen sie Fotos von sich selbst und dem Panorama. Wie viele iPhones sind da wohl schon heruntergeplumpst? Er kauft im Souvenirshop eine  viel zu geschmackvolle Karte für den Opa. Ein Restaurant im Inneren ist noch nicht fertig. Sie hingegen schon mit diesem Ausflug und es geht heimwärts an den Herd, später wird dann Kaffee Italiano gesoffen.

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