in Gekritzel

(ein Synonym zum Unkenruf)

loneliness, Einsamkeit, allein zu Haus. Endlich wieder Herr im eigenen Haus sein. Zusammen allein, alles was gesund macht, macht auch einsam. Einsam ist man am besten zu vielen. Um gemeinsam zu sein, musst du geeint sein. Nichts ein besser als die Trauer. Nichts ist schlimmer, als traurig allein zu sein. Nichts fühlt sich so an, wie allein traurig zu sein. Willst du viel fühlen, musst du traurig sein. Du kannst auch traurig sein, weil du nicht genug fühlst. Du kannst traurig sein, weil dir zu viel nicht mehr reicht, obwohl man es dir doch versprochen hat. Die doppelte Dosis Überfluss macht nur noch trauriger. Es folgt ein Überfluss an Traurigkeit. Es ist schön traurig, überflüssig zu sein. Besonders gemeinsam. Gemeinsamer Überfluss ist schön traurig, und wenn der Moment vorbei ist, ist man deswegen traurig.

Traurig sein ist anstrengend. Du lenkst dich ab vom traurig sein, bist aber umso trauriger, weil du selbst die Trauer nicht mehr aushälst. Das billige Glück von Zimt und Zucker macht dich traurig, und all die anderen billigen Endorphine ebenso. Berührung, Sonne, Musik, jedes Glück ist eklig. Jedesmal, wenn du dir die Finger abschleckst, schmeckt es bitter. Die Kristalle sind kein Zucker, sondern bitter-sweet.

Es ist zum Schämen, Scham macht traurig. Das hälst du nicht aus, weshalb du dich schämst. Die beste Traurigkeit ist der Ekel vor sich selbst, für den du dich schämst. Es ist die kreisrunde Spirale negativer Emotionen. Manchmal weichen Momente davon ab und das fühlt sich glücklich an. Dafür musst du dich nicht schämen. Und Schmerz erst, hach, es ist wie high sein. Sich Schmerz zufügen, sich dafür schämen, deswegen Ekel empfinden, traurig werden, in dieser Trauer allein sein, du allein unter vielen. Das ist kein Masochismus, this. is. how. we. roll.

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