in Reisen

Revue Berlin 2015 #01

Endlich spuckt uns der Flixbus aus, Endhaltestelle Bahnhof Zoo. Fahrzeit circa 10 Stunden, geplant waren 9. Zu verdanken dem einstündiger Aufenthalt in Chemnitz. Eine eher hässliche Stadt, es scheint Feiertag zu sein. Gibt es also auch im Osten. Wir kommen zu einer Art shopping mall und es gibt dort eine Eisdiele mit akzetischem Flair. Wir essen etwas Eiscreme, als es schon zur Weiterfahrt bläst. Auf dem Rückweg bemerken wir den gigantischen Beton-Schädel von Marx, daher auch ehemals Marx-Stadt. Wir kommen zwischen Chemnitz und Dresden in den Stau, unsere Busfahrerin ist lustig und informiert regelmäßig über die Verkehrslage. Schlafen wird also nicht wirklich geduldet. Vorsicht liebe Fahrtgäse, wir durchfliegen einige Turbulenzen. Der Bus leert sich zunehmend, nach Berlin sind wir letztlich nur so 20 oder 30. Ich schaue mir zwei Folgen Sopranos an und gut ists. Im Board-Wlan sehr viele Seiten per blocklist gesperrt, kinox.to lustigerweise nicht. Für die Mediathek braucht man das Silverlight Plug-In, dessen Download-Link allerdings auf der Blocklist steht. *facepalm*

20 nach 8 und wir sind in unserer Absteige, Weddinger Kiez. Er sieht chic aus in seinem Hemd und will gleic weiter zu einer alten Freundin. Die wohnt hier zwischenzeitlich für ein Forschungsprojekt und sie will heute eine Art „Here I am“-Party schmeißen. Wir duschen, essen und plaudern, bis wir dann endgültig ankommen. Er scheint von unserer Untriebigkeit mehr verwirrt und wartet brav. Es hängen mehr Fotos, viel viel mehr Fotos. Jenseits der Brücke beginnt Prenzlauer Berg und gleichzeitig der Osten. Die Wohnung ist wunderschön, davor ist ein illegaler angelegter BMX Park und ein Lidl. Das nenne ich mal tolle Nahversorgung. Ich schreibe gerade in dieser Wonung, auf einem runden Plüschsofa. Es ist soo weich. Fürs Willkommen hatten sich die üblichen Verdächtigen eingefunden, long-time-no-see, die Bärte und Haupthaare sind länger geworden. Wir trinken, noch 3 Bier vom Späti geholt. Einfach ein verdammt großer Luxus, so ein Späti. Heim kommen wir spät, werfen uns aufs Futon. Es offenbart sich, dass sie heftig schnarcht.

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