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Soziopod #040 + Q&A mit Sozialpsychologen: Humanity welcome? Europas Posttraumatische Belastungsprobe

Quelle: Soziopod #040: Humanity welcome? Europas Posttraumatische Belastungsprobe

Die Berichterstattung im deutschsprachigen Raum hält weiterhin am Thema #Refugees fest, präsentiert als temporärer Krisenzustand. Die blutigen Zäune und Küsten Europas bestehen dabei natürlich seit Jahren, nur spitzt sich die Situation durch immer extremere Armut und andauernde Bürgerkriege immer mehr zu. Der tägliche Flüchtlings-Schwerpunkt in den Tageszeitungen haftet etwas Scheinheiliges an, gleichzeitig mündet die plötzliche Fokussierung auf die Thematik in breiter gefächerten Beiträgen. Mittlerweile wurde genug über Routen, Zahlen mit vielen Nullen, Schlepper, Zäune, Boote etc. usw. geredet und es geht vielleicht ein wenig mehr um die eigentlichen Akteure: Die Leut, welche da flüchten. Und die haben zumeist neben Wunden auch einen Knicks in der Psyche, sie sind traumatisiert.

Zum fast seuchenhaft verbreiteten Trauma unter den Geflüchteten hat das Team von Soziopod nun einen Podcast aufgenommen, der sich mit dem Trauma als Krankheitsbild aus sozialpsychologischer Perspektive irgendwo zwischen Psychoanalyse und Entwicklungspsychologie annähert. Es geht dabei auch um das Entstehen irrationaler Ängste in den Wohlstandsländern und um die beunruhigende Erkenntnis, das bereits Kinder zarten Alters für ihr Leben geschädigt werden.  Nach 2 Stunden flattern einem ganz schön die Ohren, das Zuhören lohnt sich aber allein schon als Denkanstoß!

Heute morgen ist in Form des Standards dann noch ein weiterer Beitrag zu Ängsten und Traumata in den Briefkasten geflattert: Sozialpsychologe Klaus Ottomeyer fast in einem kurzen Q&A die wichtigsten Punkte zu Symptomen traumatischer Störungen bei Geflüchteten zusammen. Die Ängste einiger Bevölkerungsschichten vor den Refugees analysiert er psychoanalytisch, worin die Unverhältnismäßigkeit der Angst zu den Strapazen der Geflüchteten deutlich wird.

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