in Gekritzel

moment #0018 – plörre aus mokka-kanne

Es ist wieder so wie dutzende Male zuvor. Wecker klingelt und der Wunsch wird wach, gar nicht erst ins Bett gegangen zu sein. Die Erschöpfung in den Gliedern; der Geist, wie er einfach nur weiter ruhen will. Die Wirkung der Medikamente lässt sich kaum feststellen, aber irgendwo muss sie in alledem zu finden sein. Das Putzen der Mokka-Kanne wird zur Konzentrationsprobe; die Plörre, die dabei rauskommt, ist längst nicht mehr trinkbar. Frühstücken, um danach auch nicht zu wissen, warum. Es sieht aus im Zimmer, Besitztümer liegen herum, wollen irgendwann – eher bald als später – geputzt und verräumt werden. Es ist ein elendes Geschäft, denn eigentlich brauche ich nicht mehr als diesen Laptop, ein bisschen Licht, ein bisschen Papier, Musik im 4/4 Takt und ein paar Bücher. Auf Twitter kochen schon um 8 Uhr Früh die Gemüter auf Maximaltemperatur; ich denke beim Lesen der Zeitungsüberschrift, dass der 3. WK ausgelöst wurde, aber schon die Unterüberschrift belehrt mich eines besseren. Wer sich über click-baits im Internet aufregt, hat sich noch nie eine Tageszeitung angesehen. Vor allem die Augen sind müde. Von den sich wiederholenden Buchstaben, diese Spanisch-Grammatik habe ich mir sicher schon 10 Mal angesehen und dennoch ist sie nicht verinnerlicht. Trödeln, bis ich eh losfahren muss, zu einer Veranstaltung, die ebenfalls mangelhaft vorbereitet wurde.

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