in Gekritzel

Momentaufnahme #0017 – decisions, again

Worauf soll man sich noch konzentrieren? Allein mein Zimmer beinhaltet mehr Buchseiten, als ich je werde lesen können. Dennoch gilt es die Welt ein wenig mehr zu verstehen, an alten Fronten zu kämpfen und ganz neue Gedanken zu entwickeln. Doch dafür scheint der Rückgriff auf das schon Gedachte unabdingbar, Fehler sollen kein zweites Mal passieren – oder zumindest bewusst. Macht es überhaupt Sinn, etwas neues niederzuschreiben, zu skizzieren, zu entwickeln, wo jeder Quadratmeter voll steht mit einem Wirrwarr an ungelösten Fragen?

Die Ansprüche sind hoch. Für den Erfolg gilt es sich anzuschmiegen, Küsschen links rechts links, aber blos nicht zu glatt, das Gesicht nicht verlieren. Flucht in die Ironie, mit rosa Hoodie und Iro in den Besprechungssaal gestartet. Ich bin schon lange nicht mehr bei 2 tweets am Tag, und viele Male 140 Zeichen ergeben fast einen Roman. Vor lauter Gedanken daran, was ich als nächstes tippen könnte, habe ich keine Zeit mehr für anderes. Dabei muss noch so viel getan werden: Essen, schlafen, Kontakte pflegen, lernen, lesen, kommentieren, lieben, sporteln, trinken, feiern. Und wer spült jetzt noch das Geschirr? Du sollst dich am Tag lediglich auf 3 Dinge konzentrieren, aber was bleibt über, wenn du den Rest streichst? Die Müdigkeit von den Pillen.

Wir werden Manager, aber zuerst regeln wir uns selbst. Ich kapituliere vor meinen Neigungen, die Sinne gehen auf die Barrikaden, hisst die weiße Flagge. My body is a battlefield. Langsam, immer wieder auf F5, irgendwann lichtet sich der Nebel. Nur um einen weiteren Button zu offenbaren. Let’s push it.

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