in Gekritzel, Technologie

ein technik-rant: smartphone-backups

Öffnet mal die App-Übersicht eures Smartphones und überlegt euch, bei welchen Programmen ihr Accounts benötigt oder die Voreinstellungen verändert habt. Bei mir sind das fast alle Apps. Insbesondere meine Finanz-App und der Mail-Client waren a pain in the ass in Sachen Konfiguration, schließlich müssen ein ganzer Haufen an Daten mit dem Winz-Keyboard eingegeben werden.

Nun hatte ich schon den 2. Gewährleistungs-Fall bei meinem Handy und reparieren lässt sich der Glas-Monolith nicht mehr. Also wird vom Hersteller das Gerät komplett ausgetauscht. Folglich muss ein Backup der gespeicherten Daten her. Und weil mein Klotz von Sony ist, habe ich die zugehörige SonyBridge App für meinen Mac zum Erstellen der Sicherungskopie benutzt. Kalender, SMS, Kontakte, Fotos, das Offensichtliche wird vom Programm auch gesichert. Unter dem Punkt „Sonstiges“ sollen sich nun auch Apps und persönliche Einstellungen befinden. Super, muss ich also nicht mehrere Stunden damit zubringen, alles wieder manuell zu installieren und einzurichten.

Aber: Von wegen, keine einzige Einstellung und keine einzige App wurde gesichert. Dadurch habe ich z.B. auch persönliche Notizen verloren. Und das ärgert mich jetzt ;). Wieso sagt die Backup-App von Sony nicht einfach klar und deutlich an, dass genau gar nichts gesichert wird? Dann hätte ich mich informiert, ob die einzelnen Apps ein Backup der darin gespeicherten Daten anbieten.

So nehme ich mir erst mal den Nachmittag frei, um Server-Daten in K-9 Mail einzutragen. much fun, very stupid.

Nachtrag:
Es gibt bei Android im Gegensatz zum iPhone ja tatsächlich die Möglichkeit sehr umfangreiche Backups des Betriebssystems und aller Apps samt Daten anzulegen. Allerdings braucht es dazu einen unlocked bootloader, ein custom recovery, root-Rechte und Titanium Backup. Klingt kompliziert, ist es auch. Und die Hersteller-Garantie ist dann eh futsch.

Kommentiere!

Kommentar