in Gekritzel, Internet

facebook – why does anyone still open this stupid site?

Normaler clickbait-Titel, ich habe aber einfach Lust darüber zu schreiben. Die olle facebook-Debatte wird es also. musste ja früher oder später auf diesem hippen blog kommen. Bin natürlich längst bei tumblr. Nun aber ernsthaft:

Mir geht es nicht mal darum, dass die Nutzer_innen selbst facebooks Kapitalquelle sind und ihre Datenkraft freiwillig und unentgeltlich abgeben – was schon mal doof ist. Viel mehr frage ich mich, wieso irgendwer facebook überhaupt noch interessant findet? Myspace ist vorvorgestern, aber da gab es zumindest peinliche Songs von meinen Freund_innen und Feinden. Es folgen ein paar anstößige Feststellungen:

#1 there are 1001 better ways to chat:

WhattsApp (uh, one of facebooks companies again), Line, whatever. Am besten Telegram, könnt ihr einfach installieren, denn diesen Messenger gibt es für wirklich alle Plattformen (Android, iOS, Windows(Phone), OSX, Web, Firefox …). Dabei ist die Kommunikation auch noch relativ sicher. Die Benachrichtigungen lassen sich sehr fein einstellen. ES GIBT MEHR EMOJIS.

Wieso also sollte ich einen facebook-account brauchen, dazu die miese messanger-app, um letztendlich doch nur dem spam alter Klassenkamerad_innen ausgeliefert zu sein?! und peinlichen Dating-Anfragen. well, nobody knows …

#2 ur news, ur chaos:

Auf Facebook erhalte ich all meine Neuigkeiten, praktisch zusammengefasst auf einer Seite! Falsch, denn Updates deiner abonnierten Seiten werden munter durch den Algorithmen-Wolf gedreht und nach Facebooks Gewichtung bunt über die Startseite verteilt. Noch nicht mal eine chronologische Ordnung ist Standard. Zudem finden sich bei mir Katzenfotos neben Krisen-Reportagen neben Album-Releases. Es gäbe tatsächlich Möglichkeiten, das zu ändern, aber …

#3 nobody uses facebooks features:

Notiz-Spalten in Profilen, Location-Angaben, Umfragen, Videos, selbst zusammengestellte Freundeslisten oder gar Newskategorien. Mobil gibt es einen Snapchat-Klon und einen komischen Android-Homescreen. Mit der Facebook-Homepage könnte man sicher auch ein Spiegelei braten. Benutzt hat das sicher noch keiner.

#4 comments. oh my god, comments:

Never read the comments – I know! Aber wieso bin ich dann auf einem sozialen Netzwerk? Mir reichen oft schon die „wichtigsten“ Kommentare – natürlich von Facebook ausgewählt. Ein Klick auf „mehr …“ lässt dann nur noch Ekel aufkommen. Fazit: Kein Mensch will Kommentare auf Newsartikel lesen, mein Feed besteht aber zu 90% daraus.

#5 ur friends are stupid:

Vor Kurzem musste ich erfahren, welch dumme Position einige gute Freund_innen zum Feminismus haben – über Facebook. Das macht nur wütend und unglücklich, denn ich habe erst mal keine produktive Möglichkeit, den Leuten mitzuteilen, was sie da für einen Blödsinn schreiben. (Abgesehen vom 1001. kritischen facebook-Kommentar, der nochmal 99 ineinander verschachtelte Antworten nach sich zieht)

-> Versende deine Katzenbilder doch einfach außerhalb eines sozialen Netzwerks oder hol dir einen instagram-Account (facebook again …) und den hashtag #catontent, damit ich dir folgen kann. Ohne deine Meinung zu Chlor-Hühnern erfahren zu müssen.

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