in Gekritzel

Momentaufnahme #0012 – no more whining, at least for now

was für ein verklemmtes wochenende. eingezwängt zwischen dingen, die hätten erledigt werden müssen. and u know what? nothing, i did nothin. Ich war auf einem science-und poetry-slam, wir waren angetrunken auf überfüllten studentenparties, wir sind zu früh aufgestanden, wir haben gespeist wie die fürst*innen und den sonntag nachmittag mit der neuen staffel orange is the new black zugebracht. aber anstatt all diese wunderbare zeitverschwendung so richtig zu genießen und darin einzutauchen, statt dessen war ich abgelenkt. durch das nagende gewissen und meine ausrede, dass ich jetzt gehen müsse, weil ich würde jetzt noch ein wenig schreibe. von wegen. heute kam es dann sogar so weit, dass ich auf medium.com viele artikel über selbstverwirklichung, glücklich-werden, melancholie und ähnlichen blödsinn gelesen habe. (zeit für eine linksammlung?!)

das momentaufnahme-format meines postpubertären tagebuchs war von anfang an weinerlich und wird es wohl auch bleiben. aber gerade muss ich zumindest für 3 wochen die dauerbrenner meiner imaginären to-do liste erledigen, ein „guter“, brav lernender student sein und etwas mehr grinsen. therefore: schluss mit dem selbstmitleid und weltscherz – zumindest für eine weile. ich bin priveligiert, überhaupt in diesem maße über die umstände meiner Existenz zu können – und jetzt will dieses privileg gegenüber der umwelt und der lernfabrik verteidigt werden.

so: just embrace that you would enjoy lying in the sun and drinking ice-tea so much more than sitting in this bloody hot room and sweating ur ass of while studying for exams and papers. just getcha ass up.

die neue woche beginnt also mit ein paar unangenehmen emails und der performance eines freundes, die ich abfilmen soll. mal sehen, ob ich das kann ;).

ps: ich fahre gerade ziemlich auf instagram ab, vielleicht willst du ja trotz des hipster-stigmas dieser community vorbeischauen.

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Kommentar

  1. Haha auf nem Poetry Slam war ich auch am Wochenende und dieses rumsitzen und nichts tun kenne ich nur zu gut und doch, doch hält mich etwas davon ab, endlich das zu machen was ich mir seit Ewigkeiten vorgenommen habe und ich weiß nicht was es ist,…vielleicht einfach der Spaß am Nichtstun, an der Faulheit an sich. ;)

    • Ich stimme dir vollkommen zu, die Faulheit ist toll, aber sie macht irgendwann dumm. Zumindest in der Form des Rausschiebens. Der Dinge, die hald einfach anstehen, die man jetzt endlich lernen, schreiben, lesen muss. Angst zu versagen spielt wohl auch noch eine große Rolle, besonders, wenn irgendwie niemand über sein Versagen spricht.

      • Die Angst des Versagens ist sie nicht des Menschen größter Feind? Ein Feind den er sich selbst machte und doch nie besiegen können wird. Daher ist es wenig erstaunlich, dass niemand über sie reden will, denn wir alle tragen sie in uns und spricht man sie auch nur im leisesten Tonfall an, so droht sie überzuschäumen, uns von innen heraus zu zerstören, also lassen wir sie lieber ganz tief verborgen, wo sie niemand sieht, im Glaube dort könne sie keiner je finden.