in Gekritzel, Technologie

living with machines #001 – Goldfisch (just like ur brain)

mein gehirn scheint mir kaputt, viele synpasen gekappt, einige durchgekokelt. Ich weiß nicht genau, was das restless-lag syndrom ist, aber ich wackle aus hibbeligkeit zumindest ständig mit meinen beinen. während ich den sitzplatz wechsle, mir einen tee mache, etwas in neuem Tab öffne, den tee vergesse, etwas dummes tweete, 5 seiten lese, kurz rausgehe, alles vergessen habe. nach 23 uhr wird das rotieren ziemlich anstrengend, rastlos im bett liegen kommt nämlich dazu. die nacht ist kurz, die timeline von gestern und heute, die tageszeitungen, sie verschwimmen zu einem etwas.

egal wie sehr ich mir vornehme, während der sterbens langweiligen literaturtheorie vorlesung nichts zu googeln, irgendwann werde ich vom catcontent entwaffnet. dabei gefällt mir literaturtheorie, nur die vorlesung ist wirklich langweilig. vielleicht ertrage ich auch einfach nicht mehr diese langeweile. in seminaren, bei denen mensch auch mal den mund öffnen soll, ist es viel besser. das alibimäßige nach fragen fragen durch den lehrkörper zähle ich übrigens nicht als aufruf zur wortmeldung.

dadurch, dass nichts fertig wird, ist es schwer, zwischen lebensmodi zu unterscheiden. lerne ich gerade noch, arbeite ich schon, schlafe ich wieder? das blau des displays macht übrigens rastlos, ich bin auch merklich kurzsichtiger.

eine freundin meinte, ihr geht es ganz ähnlich. eine stunde konzentriert ein buch zu lesen, das wird zur mammutaufgabe. aber war es jemals besser? und haben wir als kinder einfach nur flüchtiger gelesen? überhaupt generiert lesen immer bedeutung, es ist nur eben nicht die, welche wir in interpretationen bei suhrkamp und reclam finden.

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