in Gekritzel

Momentaufnahme #0004 – Gedanken, looped.

Die Gedankenschleifen holen mich ein, einige umkreisen mich schon seit Wochen. Mit deren Drehen wälze ich mich im Bett. Mit dem nagenden Gewissen kommen vergangene Momente wieder hoch, Ereignisse der letzten Woche, eben noch unverdaut. Und nicht etwa, weil sie so schrecklich sind. Nein, es war eine schöne Woche, nur ein bisschen Traufe und wenig Regen. Jetzt fehlt mir euer Streicheln, eure Umarmung besoffen im Bett. die Raubtierfütterung mit Pommes, das Ketchup in meinem Bart und auf deiner Hand.

Was habe ich an diesem Abend fotografiert? Die Einwegkamera gewährt keinen Einblick, bis das magische letzte Foto verschossen ist. Und ich sie zurück zum Müller trage.
Am Bettrand der andere, wie seine langen Beine aus dem Bett ragen und es so aussieht, als sei er der Riese unter den sechs Zwergen. Ein paar Stunden später verschmäht dein Mitbewohner Gnocchi mit Pesto und Parmesan, die gönn ich mir. Dem verstimmten Magen zum Trotz. Cola gibts gratis im ersten Bezirk, die Welt ist gut zu mir.

Aber diese Erinnerungen will ich jetzt loswerden. Leere soll sich breit machen, die frohlockende Leere eines noch nicht berührten Tages, die Leere einer traumlosen Nacht. Habe ich auch die letzten zwei Sonntage Tabletten nachgelegt, um zu funktionieren? Ich weiß es nicht mehr.
Ob wir jemals wieder so gut aussehen werden, wie die vergangenen Tage? So abgewetzt, so letzte-Kraft?

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