Marvel movies, ranked

Das bevorstehende Release von Avengers: Endgame hat mich im März dazu gebracht, mir möglichst viele Filme aus dem Marvel Cinematic Universe anzuschauen. Ich bin dabei auf eine von Polygon zusammengestellte Liste mit 11 Filmen gestoßen. Das Versprechen: Mit dieser Auswahl kann man verstehen, was in Endgame passiert. Nunja, ich hab’s direkt mal ausprobiert – und noch ein paar zusätzliche Filme geschaut.

Das Gesamterlebnis war für mich zunächst ziemlich ungewohnt, ich war in Sachen Superhero-Movies längst nicht mehr up-to-date. Filme dieses Genre ähneln sich in allerlei formalen Punkten, was ihnen auch immer wieder vorgeworfen wird. Schnell ist mir die ständige Wiederholung der beinahe immer gleichen Formel aufgefallen, aber ich konnte mich damit abfinden. Letztlich kommt es für mich eher darauf an, wie genau diese Formel umgesetzt wird, was abgewandelt, was einfach kopiert wird.

Im folgenden Ranking will ich kurz festhalten, wie mir die Filme jeweils gefallen haben. Denn it turns out: Aus der Marvel-Superhero-Formel entstehen spezifische Gerichte unterschiedlicher Qualität. Manche mjam, manche bäh. Let’s see …

Phase 1

Iron Man (2008): In vielerlei Hinsicht ist der erste Film der Iron Man Reihe lächerlich: Tony Stark baut sich eine Mecha-Suite aus Eisen- und Elektro-Schrott, die Djihadisten sind ein Haufen tollpatschiger Trottel und das US-Militär eine phallusbesessene Gurkentruppe. Den Charakter Stark finde ich überaus interessant, eine Art Elon Musk gone bad – more bad than he already is. Aus dem Film spricht eine glaubwürdige Aussage darüber, wie der militärische, technologisch-innovative und der politische Sektor in der westlichen Welt und v.a. in Nordamerika verstrickt sind.

Weiters repräsentiert Stark das Männlichkeitsideal seiner Generation und dessen zerstörerische Kraft. Egal ob es um politische oder private Entscheidungen geht, Stark handelt auf toxische Weise. Vor allem seine Beziehung zu seiner Sekretärin „Pepper“ Potts ist so daneben, dass es wirklich unangenehm zum Anschauen ist.

Insgesamt etabliert Iron Man den Charakter Tony Stark in seinen entscheidenden Dynamiken und Widersprüchen, auch wenn die tragische Komponente noch wenig ausgebaut ist. Ich glaube, dass ihn viele Leute auch einfach als B-Movie schauen können und ihren Spaß dabei haben werden. 6/10

Weiter geht es irgendwann, wenn ich die Zeit finde. xoxo.

have I become my worst enemy already?

sitting in a cafe in the 7th district
on furniture worth more than me
sipping yogi tea „classic“ edition
wishing I had remembered to order
soy milk instead of cow milk
reading texts on my MacBook
which is considered „vintage“
at least by Apple’s standards
watching an old man reading
his „standard“ instead of
wasting time on my own
but hey, he’s also browsing
Facebook and Instagram so he’s
not an forgotten artifact after all

to make it worse the battery
of my vintage computer
isn’t as good as it used to be